CD-Rezension / Review / Kritik

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zadok keine angst

Zadok
„Keine Angst“
(HOFA-Media)
Vier Jahre nach dem Vorgängeralbum „Deine Welt“ nun „Keine Angst“. Im eigenen Proberaumstudio aufgenommen und professionell abgemischt im Bigbite-Studio kommt die Eigenproduktion druckvoll und transparent rüber. Der Sound passt hervorragend zum musikalischen Stil der Band. Erfrischend klischeefreie Neue Deutsche Härte trifft auf Rock und immer wieder blitzen beim Hören leichte Synthie-Pop-Momente auf. Die Tracks sind durch die Bank songdienlich arrangiert: Druckvolle Riffs treffen auf schicke Melodien, die zwischen Keyboards, Solo-Gitarre und dem Klar- sowie röhrigen Rock-Gesang hin und her gereicht werden. Die einzelnen Elemente sind dabei für sich genommen eher einfach gehalten, ergeben im Zusammenspiel jedoch ein klares, schlüssiges Bild. Die rotzige Rock-Stimme von Hauptsänger Poli ist etwas sperrig und steht der sonst vorhandenen Eingängigkeit etwas im Weg. Wer sich davon nicht gestört fühlt wird jedoch schnell einen guten Zugang in die Welt Zadoks finden. Der starke Einsatz von Keyboard und Samples verleiht dem Musikmahl die nötige stimmungsvolle Würze. Mit „Lad dir nur so viel auf“ haben die Sachsen-Anhaltiner sogar eine echte Mitgröl-Hymne mit großem Clubhitpotenzial geschrieben. Bleibt unterm Strich doch stark zu hoffen, dass der letzte Song des Albums „Abgerockt“ kein eigener Abgesang ist und es auch in Zukunft Veröffentlichungen von Zadok geben wird.
Bastian Hamm

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Friday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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