CD-Rezension / Review / Kritik

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the unguided fragile immortality

The Unguided
„Fragile Immortality“
(Napalm/Universal)
Das schwedische Brüderpaar Richard und Roger Sjunnesson wurde bisher mit der Metalcore-Band Sonic Syndicate bekannt. Als die beiden den Haufen vor einiger Zeit verließen, nahmen sie Sänger Roland Johansson gleich mit. Der vokalisierte wieder emsig mit Richard im Duett, was ihnen nachfolgend immer stimmiger und effizienter glückte. Als auch noch je ein Bassist und Drummer gefunden waren, stand die neue Gruppe im Jahr 2010. Großes hatten sie im Sinn. Und auf dem aktuellen Albumnachfolger zum 2011er Debüt „Hell Frost“ legen The Unguided eine Unmenge an innovativem Streben vor. Der viehisch pumpende Melodic Death Metal der hörbar Hoffnungsvollen erstreckt sich auf „Fragile Immortality“ über elf ungeheuer abwechslungsreiche Nummern. Obwohl Unwissende aufgrund der deutlich nach Übersee schielenden Überdruck-Produktion vorschnell wohl garantiert auf eine US-Formation schließen werden, kracht das neue Material mannigfaltig originell und eigenständig ins Haus. Elektrifizierende Hitmomente zuhauf, ruckartig mitreißende Gänsehautpassagen und vollmelodisch zelebrierte Gitarrenarbeit sind nicht die einzigen Stärken der Jungs. Daneben verfügen The Unguided nämlich über ein untrügliches Harmoniegespür, wie es bei dieser Art von Knallsound doch allzu selten ist. Rogers fantastische Keyboardkaskaden tun ein Übriges, um aus dem Dreher ein mir willkommenes Modern Metal-Highlight zu machen.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Wednesday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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