CD-Rezension / Review / Kritik

Print
Saline Grace Blacksmiths Fire CD Cover

Saline Grace „Blacksmith’s Fire“

(Deeper Waters Records/cdbaby)
Dark Cabaret trifft auf 70er-Western-Soundtrack und einen Orgelsound, der einem Doors-Album entstammen könnte. Nicht gerade leichte Kost, was Ricardo Hoffmann mit seinem musikalischen Projekt Saline Grace hier zu Gehör bringt. Vier Jahre nach „Fog Mountain“ setzt der Multiinstrumentalist seinen Weg konsequent fort und bietet Songwriterperlen, die gleichsam aus der Zeit gefallen scheinen und ein großes Maß an Schrulligkeit besitzen. Das mag als Beurteilung wenig charmant klingen, trifft den Kern dieses Werkes jedoch perfekt. Innerhalb der jazzig-verspielten Arrangements beeindruckt die Virtuosität und Vielfalt an Stilmitteln, aber es fehlt das Regulativ, das vor einem Zuviel an Einzelteilen geschützt hätte. Was die Produktion angeht, ist noch Luft nach oben. Im Ergebnis ist „Blacksmith’s Fire“ damit ein Album für Liebhaber, in das man vor Erwerb hineinhören sollte.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Friday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©