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CD-Rezension / Review / Kritik

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the pains of being pure at heart days of abandon

The Pains Of Being Pure At Heart
„Days Of Abandon“
(Fierce Panda/Cargo)
Ob es jetzt lange Gesichter geben wird bei allen Fans von The Pains Of Being Pure At Heart? Schließlich setzt die Band um Kip Berman mit ihrem dritten Album den Trend fort, der sich vor drei Jahren auf „Belong“ andeutete: weg vom brachialen Gitarren-Noise, hin zu glückseligem bis herzschmerzerfülltem Twee- und Dream-Pop. Und zugegeben: „Art Smock“ ist ein mehr als zurückhaltender Auftakt. Wer sich nun beschwert, hat aber ein recht kurzes Gedächtnis: Auch das 2009 gefeierte Debüt begann mit „Contender“ verhalten, und abgesehen von der seinerzeit noch ein wenig raueren Produktion war auch ein Song wie „A Teenager In Love“ von ähnlichem Charakter wie das meiste auf diesem Album. Dass als Titel ursprünglich „Welcome To The Jangle“ vorgesehen war, hätte ob der neuerlichen Milde von The Pains Of Being Pure At Heart zwar etwas zu weit geführt, denn von Lärm kann hier guten Gewissens keine Rede mehr sein. Dafür von bezaubernden Indie-Pop-Perlen im Zehnerpack, von denen „Simple And Sure“ und das wunderbare „Until The Sun Explodes“ nur die offensichtlichsten sind. „Kelly“ bedient sich sogar listig beim Smiths-Klassiker „This Charming Man“ – mit dem Unterschied, dass mit Jen Goma, ansonsten Stimme von A Sunny Day In Glasgow, eine Frau den Gesang übernimmt. Für „Life After Life“ darf sie dann gleich noch einmal ran, bis die Bläser in „The Asp At My Chest“ einen vorzüglichen Rausschmeißer abgeben. Und solange Berman weiter solche Nattern an seiner Brust nährt, darf er wiederkommen.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

Sunday the 17th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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