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CD-Rezension / Review / Kritik

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PreEmptive Strike 0. 1 Through The Astral Cold Cd cover

PreEmptive Strike 0. 1 „Through The Astral Cold“

(DWA)
Kaum hat sich das massiv gewalttätige EP-Industrial/Metal-Monster „Eternal Masters“ in die Fontanellen seiner Hörer gesägt, vollziehen die Kreter Jim ‚The Blaster‘ und George ‚Cyron‘ (zuletzt mit Cynical Existence noch ganz gut zugange) einen Stilwandel, der auf jene Bandanfänge verweist, in denen der kanadische Sound (Skinny Puppy, FLA) noch als Maß aller Dinge galt. Gezählte Umdrehungen später knallen auf der Basis der Vorbilder anno 2017 bei PreEmptive Strike 0.1 sämtliche Sicherungen durch. „Through The Astral World“ erweist sich als ein Soundtsunami kosmischen Ausmaßes, den man eigentlich nur unter Zuhilfenahme von Zeug überstehen kann, von dem ein anonymer Gesetzgeber dringlich abrät. Tanzmusik? Melodie-Heuchelei?! Nix da! Auf einschmeichelnde Kompatibilität wird hier keine Rücksicht genommen. Sondern so beherzt am Rad gedreht, dass es eine wahre Freude ist. Wenn auch nur für den, der selbst in scheinbar beruhigten Momenten („Pyrrhic Victory“, „Phantom“) noch nervös mit seiner irdischen Existenz hadert. Was zunächst als mit Stemmeisen und Kneifzange Angegangenes anmutet, erweist sich im Nachgang als ein durchdachtes Werk aus innerer Einkehr - und expressiver Wut. Zeitloser Spaß, Zahnweh im All.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
Sunday the 17th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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