CD-Rezension / Review / Kritik

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Rings Of Saturn Ultu Ulla

Rings Of Saturn „Ultu Ulla“

(Nuclear Blast/Warner)
Der auf den ersten Blick eher kryptisch wirkende Albumtitel „Ultu Ulla“ kommt aus dem Sumerischen und bedeutet so viel wie „undenkliche Zeit“. Das Konzeptalbum behandelt das Thema der Zeit in allen zehn Titeln und erschüttert dabei die Raum-Zeit-Achse gewaltig: Ohne langes Geplänkel schreitet „Servant Of This Sentience“ zur Tat und ballert konsequente Deathcore-Rhythmen auf den Hörer ab. Und so gestaltet sich der Sound des kompletten Albums. Nur „Unhallowed“ wirkt wie eine akustische Latino-Ballade. Ist gut, passt aber überhaupt nicht zum Rest. Spannend hingegen auch „Prognosis Confirmed“ mit einem echt üblen (im positiven Sinne) Klanggemetzel, das die Ohren ordentlich bluten lässt. Episch wird’s in „The Macrocosm“ und hypnotisch spacig in „Harvest“, ohne dabei den Fokus auf Death Metal, Deathcore und irgendetwas Außerirdischem, das von der Band und ihren Anhängern gern auch als Aliencore beschrieben wird, zu verlieren. Crazy.
Christian Haase

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
Saturday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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