CD-Rezension / Review / Kritik

Print
red 7 silence hotel

Red 7
„Silence Hotel“
(Gymnocal Industries)
Eine neue EBM-Hoffnung aus Norwegen, genauer gesagt aus Tønsberg, macht mit ihrer Debüt-EP „Silence Hotel“ auf sich aufmerksam. Mit nur vier Stücken im Angebot weckt diese Veröffentlichung Lust auf mehr solcher mitreißenden, strammen Beats mit hypnotisierenden, synthetischen Bassläufen. Wer sich in den letzten Jahren nach gut produzierter, härterer Tanzmusik gesehnt hat, kann aufatmen und sollte testweise „Two Down“ oder „Things Undone“ auf Dauerschleife laufen lassen. Der Opener „Murder Sound“ wird bei Zeromancer-Fans ein Aha-Erlebnis auslösen, denn dieses Stück lag lange in der Schublade, bevor es in einer umgearbeiteten Form seinen Platz auf Zeromancers Album „Death Of Romance“ fand. Glücklicherweise kommen wir jetzt in den Genuss, die aufgefrischte Originalversion dieser Komposition zu hören. Der Titeltrack „Silence Hotel“ schlägt eine andere Richtung ein, denn das Tempo verlangsamt sich und neben hartem, rein männlichem Gesang schnörkelt sich eine zarte weibliche Stimme durch die Musik, wodurch unweigerlich verschwommene Erinnerungen an Theatre Of Tragedys elektronische Phase aufleben. Episch.
Sandra M. Heinzelmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.

Sunday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©