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CD-Rezension / Review / Kritik

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polaroid kiss pay your dues


Polaroid Kiss
„Pay Your Dues“
(Prussia Records/ZYX)
Polaroid was? Bislang müssen sich bei diesem Namen keine seitenlangen musikalischen Biographien vor dem geistigen Auge öffnen. Dennoch, mit Brandun Reed (Gesang), Steve Hewitt (Ex-Placebo), Kevin Drake (Ex-30 Seconds To Mars) und Mitchell Doran (Ex-Snake River Conspiracy) hat sich eine Riege von Musikern gefunden, die sicherlich in Zukunft für einige Aufregung sorgen dürfte. Die 9-Track-EP „Pay Your Dues“ liefert den Vorboten des Debütalbums „Youth“ und vermittelt einen ersten Eindruck des eingeschlagenen Weges. Stark an der Popmusik der 80er orientiert, sind es vorwiegend die hübschen Melodien, denen man gerne seine Aufmerksamkeit schenkt. Mit großer Präzision greifen Synthesizer, Gitarre und Gesang ineinander und bilden eine geschlossene Einheit. Auf unnötigen Ballast verzichten die Titel, so dass die eingängigen Refrains sich schnell im Gedächtnis festsetzen. Etwas zu sehr in die Länge gestreckt wirkt „Walk The Room“, das mit Unterstützung von Steve Kilbey (The Church) aufgenommen wurde. Wesentlich frischer und lebendiger fällt „Knowing“ aus, das als Gute-Laune-Titel Lust auf mehr macht. Mit fünf Remixen des Titeltracks hat man hier zwar etwas dick aufgetragen, aber da sich die Bearbeitungen (u.a. von Assemblage 23) recht deutlich unterscheiden, kann die EP getrost in einem Stück durchgehört werden. Insgesamt steigert diese Veröffentlichung die Erwartungen ans Album beträchtlich. Mal sehen, ob „Youth“ diese erfüllen kann.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

Thursday the 13th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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