CD-Rezension / Review / Kritik

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public domain ressource dead surface

Public Domain Resource
„Dead Surface“
(Space Race/Broken Silence)
Alternative Electro im modernen Soundgewand haben Public Domain Resource in ihrem Programm. Dabei verstehen es der aus Bergamo stammenden Pietro Giovanni Olivieri und Ugo Crescini, satte Klanglandschaften in sehr tanzbaren Songs zu verstecken. Diese werden dann reichlich variiert und erhalten trotzdem einen roten Faden, der alle 15 Titel verknüpft und in der Summe „Dead Surface“ ergeben. Alle Stücke passen mehr oder weniger in die Schublade Electropop, klingen dennoch immer anders und tragen eigene Charakterzüge. „Dead Surface“ bietet also keine Einheitsbreiparade, sondern ein wirklich unterhaltsames und leicht zugängliches Ganzes. So kann man sich gar nicht entscheiden, welchen Ohrwurm man sich zuerst als Haustier aussucht. Ist es „Under The Ground“, der Titeltrack „Dead Surface“ oder doch „Nemesis – The Third Day“, das rasanteste Stück auf „Dead Surface“? Aber dann wären da noch das durch einen sehr schrägen Refrain bestechende „Fiat Lux“, das tatsächlich eine Automarke behandelt, die Future Pop-Nummer „Your Blood Is Mine“ oder „Mishima San“ mit ein paar versteckten Oldschool-Anleihen. Selektieren macht an dieser Stelle keinen Sinn. Da nimmt man am besten das Ganze.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Wednesday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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