CD-Rezension / Review / Kritik

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philipp muench loss transcontinental desperation

Philipp Münch & Loss
„Transcontinental Desperation“
(Ant-Zen)
Über Philipp Münch, die sichere und äußerst umtriebige Bank im Ant-Zen-Lager, muss man keine großen Worte mehr verlieren. Dan Fox aka Loss aus den USA veröffentlicht seine Noise-Attacken mit IDM-Anleihen in einem wesentlich langsameren Turnus als Münch - umso erfreulicher also, dass sich nun ihre Wege kreuzen. Die Kooperation zeigt, wie viel Wut auch 2014 noch in dem Bielefelder schlummert – angesichts seiner vielen Veröffentlichungen im Bereich Ambient, Electronica und Minimal Wave konnte man seine Wurzeln aus den Augen verlieren. „Transcontinental Desperation“ vollzieht damit den Schulterschluss zwischen frühem Münch- und aktuellem Loss-Tagewerk: Komplexe Konstrukte aus futuristischen Sounds, knarzendem Lärm, intelligenter Beatprogrammierung und verfremdeten Vocals. Wutmusik für Erwachsene.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


Tuesday the 15th.
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