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CD-Rezension / Review / Kritik

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Me And That Man Songs Of Love Death CD Cover

Me And That Man „Songs Of Love & Death“

(Cooking Vinyl/Sony)
Ich verfolge den Werdegang seiner Haupttruppe Behemoth nun schon seit Mitte der 90er sehr interessiert. Und dabei hat sich der löblich beständige Pole Adam Darski, besser bekannt als Nergal, künstlerisch auch über alle Maßen gut und glaubwürdig entwickelt. Weder hat der Streitbare, Kämpferische diesen mächtigen Bandnamen durch irgendwelche Zugeständnisse, Gefälligkeiten oder Unsinnigkeiten beschmutzt. Fast alles Dunkle, Satanische und Okkulte hätte ich mir von seinem philosophisch tief ausgeprägten, kreativen Hunger erwartet. Doch womit der Kerl nun aufkreuzt, macht mich negativ nervös. Johnny Cash-alike Singer-Songwriter-Stuff mit Country’eskem Lagerfeuer-Appeal? Sonnenuntergang-Wüstensound mit dezentem Leonard Cohen-Spirit? Reminiszenzen an Nick Cave? Dass muss erst mal verdaut werden. Doch was auf dem ziemlich folkigen, oft bluesigen und nicht selten balladesk orientierten Debütalbum mit dem simplen Titel „Songs Of Love & Death“ zusammen mit dem britisch-polnischen Rockmusiker John Porter inszeniert wird, das wird toleranten Freunden derartiger Klänge wohl nicht so sauer aufstoßen. Nergal spricht von ersehnter Selbstverwirklichung. Sie sei ihm vergönnt. Er hat - auch gesundheitlich - wirklich genug durchgemacht die letzten Jahre. Beweisen muss er ohnehin nichts mehr. Me And That Man werden die Welt nicht erobern, aber die Tour wird wohl ganz gut besucht werden, da das Material recht massentauglich rüberkommt.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
Sunday the 27th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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