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CD-Rezension / Review / Kritik

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Orchestral Manœuvres In The Dark OMD The Punishment Of Luxury CD Cover

Orchestral Manœuvres In The Dark (OMD) „The Punishment Of Luxury“

(RCA/Sony)
Album Nummer drei nach der 2010er-Reunion ist zugleich das dreizehnte OMD-Album überhaupt und wird den beiden Briten hoffentlich kein Unglück bringen. Man macht keine Experimente - mag man nach den ersten Songs des Albums zunächst annehmen, denn der Titelsong und das an zweiter Stelle folgende „Isotype“ sind typische OMD-Songs, die man nach ganz wenigen Takten bereits erkennt: Sehr eingängig, sehr puristisch, sehr elektronisch. Retro irgendwie. Und davon folgen im Laufe des Albums so einige („One More Time“). Aber: Von anderen Songs wie „Robot Man“ oder dem kauzigen „Precision & Decay“ kann man das zum Glück nicht behaupten; diese könnten wahrscheinlich nicht einmal eingeschworene Fans beim ersten Hören als OMD-Tracks identifizieren. Es klingt zwar immer gut, wenn die Rede ist vom „Klassiker, der sich wieder neu erfindet“. In der Regel aber wird auch dieses Album wohl eher den zahlreichen Fans von früher wohlige Schauer über den Rücken laufen und eine jüngere Generation komplett kalt lassen. Denn das abwechslungsreiche „Punishment Of Luxury“ fällt aus der Zeit und kollidiert sowohl mit den Hörgewohnheiten heutiger Chartshörer als auch mit denen eines aktuellen Underground-Publikums, dem das Ganze trotz diverser Ecken und Kanten zu wenig rebellisch und zu eingängig klingen mag.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Sunday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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