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CD-Rezension / Review / Kritik

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lowfield time machine

Lowfield
„Time Machine“
(Echozone/Soulfood)
Zurück in die Zukunft – eine der ersten Assoziationen, die sich aufdrängen, wenn man Lowfield aus Koblenz auf dem Cover von „Time Machine“ vor einem DeLorean posieren sieht. Es handelt sich um das dritte Album des Trios, und dann auch wieder nicht, denn schon die Vorab-EP „Start The Machine“ markierte einen Neuanfang für Lowfield: Zwei Drittel der Mitglieder wurden ausgetauscht, lediglich Sänger und Gitarrist Uwe Heucher blieb aus der ursprünglichen Besetzung übrig. Eine kluge Personalentscheidung, hört man „Time Machine“, ein Album, das vor allem durch frenetischen Alternative-Rock mit unüberhörbarer Neunziger-Schlagseite überzeugt. Die Songs sind schlank produziert und auf den Punkt gespielt, erweisen mal frühen Muse oder Placebo die Ehre und liebäugeln gelegentlich mit einer Andeutung von Stoner Rock. Allerdings ohne dabei Tanzbarkeit und mitreißende Refrains zu vergessen, wie die furios abdampfende Single „Someday“ und das von der Seite Wolfmother ankumpelnde „Friday The 13th“ beweisen. Zum Schluss holen Lowfield noch mal ganz tief Luft und komplimentieren den Hörer mit dem sehnsuchtsvollen Indie-Seufzer „You“ freundlich, aber bestimmt aus diesem Album – und der kann gar nicht glauben, dass das schon das Ende sein soll. Die „Time Machine“ funktioniert also einwandfrei, und hinter ihren mutmaßlichen Vorbildern brauchen sich Lowfield nicht zu verstecken, wenn sie so viel Power machen wie hier.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

Thursday the 9th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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