HINWEIS: Bei der Verwendung von Microsoft Browsern (Edge & Explorer) kann es zu Funktionsstörungen kommen. Insbesondere im Shop / Warenkorb!
Wir empfehlen den Gebrauch von Chrome, Firefox, Safari, Brave, o.ä. - vielen Dank!


CD-Rezension / Review / Kritik

Print
Lydia Lunch Cypress Grove Under The Covers Cd Cover

Lydia Lunch & Cypress Grove „Under The Covers“

(Rustblade/Broken Silence)
Wie der Titel schon verrät: Dies ist ein Album, das größtenteils Coverversionen enthält. Und nun das große Aber: All diese Songs sind bis zur Unkenntlichkeit kongenial neuinterpretiert, eben so, wie man es von einer No-Wave-Ikone wie Lydia Lunch erwarten würde. Wer stets gedacht hat, dass dreckiger Blues-Gesang eine Männerdomäne ist, wird vom zutiefst verdorbenen und versoffenen Organ der Lydia Lunch eines Besseren belehrt. Selbst Bon Jovis schrecklich poppige Hairmetal-Hymne „Blaze Of Glory“ interpretiert sie gemeinsam mit dem britischen Blues-Gitarristen Cypress Grove zu einer akzeptablen Gossenhymne um. Vertreten auf diesem Album sind Songs der Doors und von Tom Petty, ein großer Streifzug durch die amerikanische Rockgeschichte, die auch Nashville-Country streift. Und einmal covert Lydia Lunch glatt sich selbst: Auch „Won’t Leave You Alone“ vom „Trust The Witch“-Album erhält mit Cypress Grove ganz andere Facetten als in der Version mit Big Sexy Noise.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
Monday the 30th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©