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CD-Rezension / Review / Kritik

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Jambinai hermitage

Jambinai
„A Hermitage“
(Bella Union/[PIAS] Coop/Rough Trade)
Unter prominenter Einbindung von klassisch koreanischem Instrumentarium (Gayageum, Piri, Geomungo) entstehen apokalyptisch orientierte Postrock-Dynamiken mit grimmigen Noise-Einschüben. Dass die dreiköpfige Band aus Seoul in ihrer Heimat - trotz der Verleihung diverser nationaler Awards - vielfach noch eher gefürchtet denn verehrt wird, verwundert ebenso wenig wie das große Interesse, das ihr inzwischen aus der westlichen Hemisphäre entgegengebracht wird. Dabei rechtfertigt das zweite Vollzeitalbum beiderlei Reaktionen. Verstörend und faszinierend, fremdartig und vertraut zugleich, wird das verbindende Element globaler Empörung über zivilisatorische Zustände - anhand einer universell verständlichen Emotionalität - evident. Wer noch einen griffigen Vergleich braucht, liegt mit Godspeed You! Black Emperor sicher nicht daneben.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.

Sunday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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