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CD-Rezension / Review / Kritik

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The Kills Ash  Ice

The Kills
„Ash & Ice“
(Domino/GoodToGo)
Pech und Schwefel, Feuer und Wasser – The Kills waren schon immer so etwas wie die kleinste Gang des Indierocks, ihre ebenso kompakten wie knochenharten Platten leben von der Spannung zwischen der kämpferisch-exaltierten Frontfrau Alison Mosshart und dem unauffällig, aber effektiv im Hintergrund wirkenden Instrumentalisten Jamie Hince. Da schadet es auch nichts, dass Mosshart sich seit geraumer Zeit mit der Garage-Indie-Supergroup The Dead Weather auf Abwegen befindet und Hince mit einer Handverletzung zu kämpfen hatte: Auch auf ihrem fünften Album bleiben die zwei die wahrscheinlich reduzierteste Blues-Band der Welt. Den meisten Songs genügen eine stoisch programmierte Rhythmusmaschine und eine mit spitzen Fingern gespielte, jederzeit kurz vorm Wutausbrauch stehende Gitarre, und Mossharts unterschwellig aggressiver Gesang scheint stets zu sagen: Brichst du mir das Herz, brech ich dir die Beine. Schon der Vorbote „Doing It To Death“ ging in diese gereizte Richtung, und „Hard Habit To Break“ streicht den wild um sich tretenden Clubhit „Cheap And Cheerful“ vom „Midnight Boom“-Album auf einem Bierdeckel zusammen. Zum Glück sorgen der schwermütige Durchhänger „Hum For Your Buzz“ oder das auf einem angesäuselten Piano daherwankende „That Love“ für kurzzeitige Erholung – bevor es dann wieder in die Vollen geht. Selten haben sich Gegensätze so reizvoll angezogen wie auf diesen großartig heißkalten 13 Songs.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.

Monday the 30th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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