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CD-Rezension / Review / Kritik

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nolwen leroy o tour de leau

Nolwenn Leroy
„Ô Tour De L’Eau“
(UDD/Universal)
Diese wunderbare Sängerin mit so viel Sehnsucht und Seele in der Stimme zählt auch längst schon außerhalb ihrer Heimat zu einer der ganz großen Musikerinnen, wenn es um hochwertigen Folk-Pop geht. Ihre von traditionell-mittelalterlicher Instrumentierung getragenen Stücke vereinen das Beste aus vergangenen Zeiten, sind geprägt von verträumt-altertümlichen Melodien und Momenten, ohne angestaubt zu wirken. Nolwenn vermag es, den Zauber ihrer bretonischen Herkunft auf schönste Weise mit der Musik einzufangen und ins Hier und Jetzt zu transportieren. Nun präsentiert die Chanteuse ihre erste Live-Platte „Ô Tour De L’Eau“, welche die besten Nummern ihrer letzten Werke „Bretonne“ (eine Hommage an ihre Heimat) und „Ô Filles De L’Eau“ (eine Sammlung betörender Sagen über das Meer) zusammenführt. Das Doppelalbum beinhaltet 23 Liveinterpretationen. Bekannte Tracks („Juste Pour Me Souvenir“, „Tri Martolod“) als auch weniger verbreitete Lieder („Brest“, „D’Émeraude“), die nicht minder verzaubern. Klasse ist, dass Nolwenn live nicht an gesanglicher Stärke verliert, sondern ebenso kraftvoll und dann wieder filigran ihre Stimme einzusetzen weiß. Sie animiert ihr Publikum, bindet dieses mit ein und hat hörbar Spaß auf der Bühne. Und da die attraktive Bretonin immens viel Gefühl in ihre Stücke legt, ist es nahezu unmöglich, sich deren Magie zu entziehen, wie die Epikballade „J’Ai Volé Le Lit De La Mer“, die Chansonnummer „À La Vie À La Mort“, das berührende „Ophélia“ oder das mitreißende „Suite Sudarmoricaine“ nur zu gut zeigen. Grandiose Livepräsenz, grandiose Künstlerin!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

Wednesday the 8th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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