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CD-Rezension / Review / Kritik

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the jezabels the brink

The Jezabels
„The Brink“
(PIAS/Rough Trade)
The Jezabels nach der Hinwendung zum Pop – zugegeben, das klingt schon irgendwie merkwürdig. Schließlich war „Prisoner“, das Debüt der Australier, vor allem dank Hits wie „Endless Summer“ oder „Disco Biscuit Love“ nicht gerade uneingängig. Aber eben auch ein Erstlingswerk, bei dem man einer Band kleine Ungereimtheiten verdenken sollte. Nicht nur Sängerin Hayley Mary spricht nun in den höchsten Tönen über die neugewonnene Stringenz und das konzisere Songwriting von „The Brink“: The Jezabels ist das Kunststück gelungen, ihre entrückt-psychedelische Shoegaze-Schlagseite beizubehalten, die Stücke dabei aber noch knackiger zu gestalten und sogar zum Tanzen einzuladen. Nicht nur mit der Single „Time To Dance“. Marys Stimme thront nach wie vor souverän über frenetischen Rockern wie „Got Velvet“ oder der gegen Ende rasante Fahrt aufnehmenden Ballade „Psychotherapy“ – und gerade angesichts dieses Songs sollte es sich nun endgültig verbieten, andauernd vegetativ Namen wie The Pretenders oder Florence & The Machine ins Feld zu führen. Wobei andererseits „Look Of Love“ natürlich nichts mit dem gleichnamigen ABC-Evergreen zu tun hat, auch wenn die Achtziger-Keyboards von „Beat To Beat“ schon knapper an einer gewissen Käsigkeit vorbeischrammen. Und dass Mary in „The End“ besonders euphorisch jubiliert und sich Gitarren und doppelstöckiger Pop-Groove bestmöglich ergänzen, sollte als Fingerzeig gewertet werden: Für The Jezabels fängt gerade erst alles richtig an.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Thursday the 9th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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