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CD-Rezension / Review / Kritik

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insomnium shadows of the dying sun


Insomnium
„Shadows Of The Dying Sun“
(Century Media/Universal)
Die grandiose Stimmung, welche die Finnen so unprätentiös mit ihrem neuen Album ins Bewusstsein bringen, wirkt nachhaltig. Ihren einzigartigen Stil haben Insomnium trotz vollzogenem Personalwechsel an der Gitarrenfront nicht verändert, jedoch hörbar verfeinert. Die Noblesse der Saitenkünste ist es, die mich hier neben allerfeinsten Melodiekonstrukten so hochgradig verwöhnt. Für „Shadows Of The Dying Sun“ schrieben die Jungs zehn schlüssige und flüssige Songerfolge. Allesamt sind sie von faszinierend hermetischer, atmosphärischer Dichte. Das ganze funktioniert auf gewisse Weise wie ein großer Generator, der mächtige Melancholie erzeugt. Wie der dritte Wonneproppen „Revelation“ mit Schmiss und Biss aufzeigen kann, hat die Formation nicht vergessen, wie immens wichtig freigesetzte Kraftschübe für diese Art von Musik sind. Immer wenn die eher schroff geschrubbten rigiden Passagen mit effektiver Brillanz um sich wüten, kann man sich sicher sein, gleich wieder eine Besänftigung mit edelster Schöngeisterei zu erfahren. Die Mischung stimmt jedenfalls wie nur sehr selten. Alles ist genau an seinem richtigen, im jeweiligen emotionalen Kontext zündenden Platz. Zweifellos elitärer Melodic Death Metal der erlauchten Spitzenklasse, der sich mit keiner anderen Band dieser Welt messen lassen muss. Insomnium spielen nun endgültig in ihrer ganz eigenen Liga.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

Sunday the 12th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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