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CD-Rezension / Review / Kritik

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Hurts Desire CD Cover

Hurts „Desire“

(Sony)
Ganz abstreifen werden Hurts ihre bittersüße Ader, ihr Faible für Melancholie und Drama wohl nie. Dennoch zeigen sich die Engländer auf „Desire“ erstmals von einer Seite, die Licht und Hoffnung erkennen lässt. Ganz und gar dem großen Pop-Song verschrieben, geht das Duo diesmal mit so etwas wie Optimismus an die Songs heran, bietet in „Ready To Go“ aufputschende, euphorisierende Melodien. Doch unter der Oberfläche lauert etwas. Etwas Verzweifeltes, Fiebriges, Dunkles, das die gute Stimmung des Songs relativiert und uns klarmacht: Er ist vielleicht nur von kurzer Dauer, dieser Sonnenschein. Als bislang abwechslungsreichstes Album bewegen sich Hurts virtuos zwischen der kämpferischen, ermutigenden Hymne „Beautiful Ones“, dem doppelbödigen Liebeslied „Wait Up“ oder dem wunderschönen „Thinking Of You.“ Leidenschaft und Leid liegen sehr nah beieinander. „Desire“ lotet diese Nähe aus, nutzt sie für schillernde Hymnen an unsere innersten Triebe. Das geschieht mal mit Pathos, mal mit Schmackes und mal mit elektronischem Guss. Immer aber mit dieser innigen Stimmung, die Hurts längst tragen wie eine zweite Haut.
Björn Springorum

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.
Thursday the 4th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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