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CD-Rezension / Review / Kritik

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dead hippies kill me sweet

Dead Hippies
„Kill Me Sweety“
(Kshantu/Broken Silence)
Die Dead Hippies sind vielleicht die Daft Punk des Elektro-Rock. Jedenfalls hörte man in letzter Zeit kein Album aus dieser Ecke, das in punkto Tanzbarkeit so konsequent nach vorne ging. Dabei schrecken die vier Franzosen nicht vor massivem Dubstep-Einsatz zurück, um dem tanzwilligen, in den 90ern mit Prodigy sozialisierten Partyvolk die Bässe in die Magengrube zu drücken. Leider merkt man, dass es doch ein wenig an Tiefe und Konsequenz mangelt, wenn die Band um Arnaud Fourier sich den Velvet-Underground-Klassiker „Venus In Furs“ vorknöpft, der als Instrumental mit Postrock-Schrammelgitarren einfach vorbeirauscht. Das ist technisch sicherlich okay, hat aber nichts von der schicksalhaften Obsession des Originals, sondern bleibt lediglich eine Fingerübung auf den Saiten. Ansonsten möchte man nicht wirklich klagen über dieses Album, das viele frische Elemente und Soundideen kombiniert (etwa den Theremin-Einsatz in „Broken Function“), ohne letztlich zu einem in sich schlüssigem Gesamtwerk zu führen. Fazit: Einzelne Tracks sind gut zum Tanzen, insgesamt liefert das Album jedoch zu viel Durcheinander wie ein starker Eintopf aus zehn Gemüsesorten – am Ende schmeckt man nichts mehr klar heraus.
Georg Howahl


Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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