CD-Rezension / Review / Kritik

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fundetta mein talent ist leben

Fundetta
„Mein Talent ist Leben“
(Echozone/Soulfood)
Respekt! Unter all den schlechten Veröffentlichungen, die Woche für Woche den Markt überfluten, als besonders schlecht herauszustechen, dazu gehört schon einiges. Fundetta gelingt dieses Kunststück mit ihrem zweiten Album ohne Probleme. Von der ersten Sekunde an wähnt man sich im falschen Film. Mit unglaublicher Präzision bringt es bereits der Albumtitel auf den Punkt. Detta Herm und seine Gesangspartnerin Suse sollten dringend die Finger von der Musik lassen und sich lieber aufs Leben konzentrieren. Der ‚Gesang‘ schief, die Rhythmik billig, die Anleihen bei Rammstein nur peinlich und die Texte einem missglückten Kinderbuch entsprungen. Klischees und Peinlichkeiten pflastern die Songs ebenso wie Proberaumsound und bruchstückhafte Arrangements. Bei allem gebotenen Anstand, diese Ansammlung an Missklängen ist einfach unerträglich. In diesem Sinne: „Heute kommt der Zauberer – hurra, hurra, der Magier“. Ach ja, „Helden“ zu covern, wirkt in diesem Umfeld wie Gotteslästerung.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

Tuesday the 15th.
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