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CD-Rezension / Review / Kritik

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devil you know the beauty of destruction

Devil You Know
„The Beauty Of Destruction“
(Nuclear Blast/Warner)
„A New Beginning“ - was sich bei so manchen Neuformierungen als letztlich alter Anfang entpuppt, ist hier als Titel des Openers völlig korrekt gewählt. Denn das Debüt von Devil You Know, der taufrischen Band um den Gitarrenvirtuosen Francesco Artusato (All Shall Perish) und dem Mega-Shouter Howard Jones (Ex-Killswitch Engage), stellt Versatzstücke dutzender Metal-Stilistiken in einen völlig neuen Kontext. Und dies nicht etwa, indem sie mit jedem Track ein anderes Genre streifen würden. Keineswegs: Artusato und Co. brauen in jedem einzelnen Song ein innovatives und zugleich hochexplosives Gemisch aus dem Besten, was der Metal-Sektor zu bieten hat. Wer nun vermutet, das Ergebnis würde aufgrund seiner Vielschichtigkeit die Eingängigkeit vermissen lassen, irrt. Im Vordergrund steht ganz klar der Song, von selbstverliebter Verkopfung keine Spur. Vielmehr sorgt die transparente Produktion dafür, dass sich die unzähligen Facetten stets nachvollziehbar ins Hirn des Hörers rammen. So etwa bei dem mit der nötigen Portion Abscheu vorgetragenen „It’s Over“ oder dem mit dissonanten Frequenzen operierenden „The Killer“. Erst mit „Shut It Down“ droht der Ideen-Infarkt, bevor das schleichende „As Bright As The Darkness“ als Defibrillator das Album beschließt. Dass sich die wie gewohnt herausragende Vocal-Performance des großen Howard Jones der Variabilität der ganzen Angelegenheit sachdienlich anschließt, ist symptomatisch für „The Beauty Of Destruction“. Modern Metal? Post-Modern Metal!
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

Tuesday the 26th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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