CD-Rezension / Review / Kritik

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dArtagnan Verehrt Verdammt CD Cover

dArtagnan „Verehrt & Verdammt“

(Sevenone Music/Sony Music)
Drei schmucke Jungs in historisch anmutender Gewandung, die von Freiheit, Liebe, Abenteuer und der Sehnsucht nach eben jenen Dingen singen. Der Kern des Musketier-Rock-Trios dArtagnan ist schnell erklärt. Mit eingängigen Songs, deren Instrumentierung einen leichten Mittelalter-Touch besitzt, konnten Ben Metzner, Tim Bernhard und Felix Fischer ihr Debüt „Seit an Seit“ in den Top Ten platzieren. Album Nr. 2 lautet nun zwar auf den reißerischen Namen „Verehrt & Verdammt“, was so ziemlich jedem Mittelalterfan bekannt vorkommen dürfte, bietet musikalisch aber eine absolut nahtlose Fortsetzung. Perfekt von Thomas Heimann-Trosien (u.a. In Extremo und Schandmaul) produziert, sind es die mitreißenden Gitarren, die bekannten Melodien und die einfache Zugänglichkeit der Kompositionen, die für einen Erfolg im Mainstream sorgen werden. Bei Titeln wie „Jubel“ oder „Ich blick' nicht zurück“ steigt die Partystimmung, während zu „Ich steh' dir bei“ die großen Schlager-Gefühle ausgepackt werden dürfen. Für „Was wollen wir trinken“ wird schließlich ein echter Gassenhauer neu bearbeitet und fügt sich wunderbar ins Musketiergewand. „Das Mühlrad“ ist innerhalb der im Vergleich zum Debüt abwechslungsreicheren Scheibe der am stärksten mittelalterlich anmutende Song.
Tristan Hoch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.