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CD-Rezension / Review / Kritik

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Eli van Pike Welcome To My Dark Side CD Cover

Eli van Pike „Welcome To My Dark Side”

(Darksign Records)
Ein Trio, ein Debütalbum. Die involvierten Herren heißen Thorsten Eligehausen, Marc Vanderberg und Ken Pike; und solchgestalt kommt dann auch der Bandname zustande. Es handelt sich also nicht um eine Ellie. Worum es sich im Endeffekt handelt, ist nicht ganz einfach zu umschreiben. Ohne Zweifel steht fest: die Musiker mögen es, verschiedene Genres und Sprachen miteinander zu verbinden. Bei den Sprachen handelt es sich um Deutsch und Englisch. Bei den Genres sind wohl ein paar mehr im Spiel, deren herausragendste aber Neue Deutsche Härte und eher traditioneller Metal sein dürften. Und als würde die jeweilige Sprache das Image nicht nur des Gesangs, sondern direkt des ganzen Songs bestimmen, herrscht in den englischsprachigen Passagen ein Hardrock-Flair vor, in den deutschen die NDH-Komponente. Man mag dies als Unvoreingenommenheit interpretieren – oder mit dem Gefühl ringen, als hätten hier zwei Bands ihr Material für eine Platte zusammengeschmissen. Schön abwechselnd. Zuweilen durchdringen sich auch Sprachen und Images in einem Song; auf Albumlänge indes entsteht nicht ein Gesamtbild der Geschlossenheit. Flüssige Riff- wie auch Sologitarren treiben, lakonisch-anmutige Synth-Melodien bilden ein Highlight – und am Micro löst dauernd der alte Till einen noch älteren Hardrock-Sänger ab. Zwischen-allen-Stühlen-Machwerk oder gewiefte, augenzwinkernde, womöglich parodistische Melange? Dies muss wohl jeder Hörer für sich entscheiden.
Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
Tuesday the 26th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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