CD-Rezension / Review / Kritik

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fuchsteufelswild weltenmeer

FuchsTeufelsWild
„Weltenmeer“
(Fuchsteufelswild Records/edel)
„Weltenmeer“ in die Schublade Mittelalter Folk zu stecken, wäre angesichts der musikalischen Vielfalt des Werks sicherlich ungerecht. Die Musiker verbinden Elemente aus Irish Folk, Rock’n’Roll und Klassik und schrecken in Songs wie „Auf weißen Schwingen“ oder „Sirenen“ sogar vor deutschem HipHop nicht zurück. Kann das wirklich gutgehen? Tatsächlich ist die musikalische Umsetzung verschiedener Musikstile sowie männlicher und weiblicher Stimmen aufs Beste gelungen. Geige, Flöte und Dudelsack harmonieren in „Drosselbarts Tanz“ wunderbar miteinander. „Liebesmähr“ wird von dem Klang der Querflöte getragen und thematisiert eine unerfüllte Liebe, die den Verliebten zu Heldentaten anspornt. Wer Märchen mag, wird sich für Lieder wie „Allerleirauh“ und „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ begeistern können. Die Stücke des Albums laden dazu ein, innezuhalten und der Geschichte, die in jedem Song erzählt wird, zu lauschen. Eine klare Empfehlung geht an Freunde des Mittelalters und des Folk Rocks.
Mirja Dahlmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.
Thursday the 17th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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