CD-Rezension / Review / Kritik

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darkplain moon

Darkplain
„Moon“
(ZeitART Records/Membran)
Bombastische Orchesterarrangements, gewaltige Chöre oder aggressiver Gesang und filmische Klanglandschaften. Auf all das kann die junge Potsdamer Formation Darkplain ohne Probleme verzichten. Sparsam mit Cello, Piano, Elektronik, Gitarre und Percussion instrumentiert, liefern die Titel des zweiten Longplayers des Quartetts melancholisch dunkle Balladen, denen das Herzblut, das in ihnen steckt, deutlich anzumerken ist. Im insgesamt ruhigen Klangbild sind es die Vocals von Frontfrau Walla Letizia, die für Highlights sorgen. Umrahmt wird ihre dunkle Stimme von dezenten Arrangements, die genügend Raum lassen, um als Hörer den eigenen Emotionen beim Genuss der Musik nachzugeben. Spielend leicht gelingt es, den Fokus auf die wohldurchdachten Texte zu lenken, in denen man so manche Lebenssituation wiederfinden kann. Einer Rückschau gleich schildern die Songs Erfahrungen und Erlebnisse, die jeder nachvollziehen kann. Ein wenig zu kurz kommen bei all dem Wohlklang die dynamischen Aspekte, so dass man sich immer wieder wünscht, dass neben all den Balladen auch der ein oder andere kraftvollere und schnellere Rock-Track vorhanden wäre. Wallas Stimme würde sich gut dafür eignen. Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.