CD-Rezension / Review / Kritik

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dave esser menetekel


Dave Esser
„Menetekel“
(Borila Records/H’Art)
Der Sänger und Songwriter war zuletzt bei Schattenspieler am Mikrophon aktiv, was auf die Musik verweist, die auf „Menetekel“ zu finden ist. Neben Folk- und Hard Rock-Elementen liefern Ausflüge in die Welt des Country, epischer Metal, aber auch Deutschrock Eckpfeiler dieser technisch ausgefeilten Produktion. Während „Ich bereue nichts“ sehr stark an Schandmaul erinnert, ist „Rette mich“ ein lupenreines Schmacht-Duett. Für „Dark Symphony“ schwelgen Esser und seine Mitstreiter in skandinavischen Metal-Gefilden, leider inklusive 80er Mottenkisten-Gitarrensolo, und für „Country Princess“ geht es ganz weit in die Südstaaten der USA. Langweilig wird es auf dieser Scheibe damit nie und fürs Radio mag so mancher Track geeignet sein. Ecken und Kanten, etwas Risiko, den Mut, eine eigene künstlerische Vision umzusetzen, sucht man in dieser Wohlfühlzone jedoch vergeblich. Einfach eine Spur zu glatt.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

Monday the 16th.
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