CD-Rezension / Review / Kritik

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frostbite everything that i crave

Frostbite
„Everything That I Crave“
(Crysella Records)
Das im September erschienene Frostbite-Album „Everything I Crave“ liefert eine gelungene Mixtur aus Gothic Rock und Gothic Metal. Christopher Lee Compton, der seit 20 Jahren die Gothicszene in den USA bereichert, hegt eine starke Liebe zu den alten Helden der Szene. So üben die Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim einen starken Einfluss auf seine Musik aus. Der Song „Afterlife Mine“ kann aufgrund einer frappierenden Ähnlichkeit des Klangbilds als Hommage an letztere gesehen werden. Der Einfluss der Urgesteine der Szene drückt sich nicht in einem stupiden Kopieren dieser aus, sondern bricht sich auf schöpferische Weise Bahn, denn die Songs des Albums präsentieren sich abwechslungsreich. Elegisch, getragen und düster klingt beispielsweise „Death Of A Friend“, während „The Name Of Blasphemy“ durch seinen schnellen Rhythmus auf der Stelle zu leidenschaftlichem Headbangen einlädt. Compton versteht es, seine autobiographischen Texte in das entsprechende musikalische Gewand zu kleiden. Besonders Freunde des traditionellen Gothic Rock werden das Album zu schätzen wissen.
Mirja Dahlmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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