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CD-Rezension / Review / Kritik

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everything goes cold black out the sun

Everything Goes Cold

„Black Out The Sun“
(Metropolis/Soulfood)
Einen hübschen Bastard haben die Kerls um Eric Gottesmann (Ex-Psyclon Nine) da zusammen geschustert: Billu-Sounds, die selbst Welle:Erdball verwerfen würden, treffen auf heimtückisch verschachtelte Bratz-Gitarren und handelsübliche US-Industrial-Ware. Scheinbar nichts Weltbewegendes, doch Zug um Zug erschließt sich ein im besten Sinne durchdachtes Konzept, was dem Spaß an der Scheibe dann doch freien Lauf lässt. Alertes Zuhören eröffnet nach und nach den Zugang zu vielfach gebrochenen Zitaten und noch mehr ironisierenden Zutaten, die das Album zu einer wahren Entdeckungsreise machen. In eine (konzeptionell schon von früheren Veröffentlichungen herrührende) Metawelt, die, von Marvell-Comics und entsprechendem Gaming inspiriert, allgemeingültige Aussagen trifft. „Natürlich geht es immer um Widerstand und die Hoffnung, dass die Guten, bei aller Faszination für die Bösen, den Kampf gewinnen werden“, spielt Eric Gottesmann auf das Key-Visual des Albums an. „Es bezieht sich auf die Eisbrigade, die bereits auf früheren Veröffentlichungen den Kampf aufgenommen hat. Die Sonne, die es laut Albumtitel zu schwärzen gilt, ist Sinnbild für verlockend helle Versprechungen, die ins Verderben führen“, räsoniert der Bandleader. Wer sich sowohl auf die Musik als auch auf die mannigfaltigen Spielchen des Artworks einlässt, wird sich Eric Gottesmanns gewiefter Strategie nicht erwehren können. „The Iron Fist Of Just Destruction“ und „Henchman Follows Hand“ seien als Floorfiller und Einstieg ans Herz gelegt.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

Thursday the 2nd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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