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CD-Rezension / Review / Kritik

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die apokalyptischen reiter tief tiefer

Die Apokalyptischen Reiter
„Tief.Tiefer“
(Nuclear Blast/Warner)
Da diese neue Veröffentlichung als Doppelalbum kommt, darf sich der geneigte Fan an ganzen 20 Kompositionen erfreuen. Die Konzeption ist nicht alltäglich. „Tief.Tiefer“ ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Schwermetall-Songs auf der ersten Scheibe und reine Akustiknummern auf der zweiten. Auf „Tief“ reiten die thüringischen Sonderlinge um Sänger und Gitarrist Daniel ,Fuchs‘ Täumel ihren gewohnt variantenreichen Mix aus Metal und Hardrock mit obligatorisch dröhnenden Stromgitarren. Oftmals wunderbar melodisch und eingängig angelegt, offenbaren nicht zu modern aufgemachte Lieder wie „Was bleibt bin ich“ auch einiges an frei ausgelebter Progressivität. Die riesengroße Vielfalt der eingebrachten Songwritingideen legt in den elf Nummern zahllose Facetten frei, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. So richtig auf Anhieb zünden will bei mir allerdings nur der clever platzierte und knackig-griffige Opener „Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit“ mit tollem Refrain, davon hätte ich mir mehr gewünscht. Mittels „Tiefer“ zeigen Die Apokalyptischen Reiter ungeniert ihre besinnliche Seite. Von pathetischer Gefühlsduselei ist man dennoch weit entfernt. So gibt es in den neun Stücken neben handwerklicher Stabilität und Klasse vor allem inhaltsreiche und treffsichere Lyrics zu entdecken. Oftmals prächtige Poesie! Vor allem auch rhythmisch ist diese zweite CD hervorragend aufgezogen, was die Musik außerordentlich hörenswert macht. Schwungvoll und originell instrumentierte Tracks wie der Hit „Friede sei mit Dir“ sind ganz einfach köstlich. Letztlich sagt mir die nachhaltig inspirierende „Tiefer“ überraschenderweise mehr zu als ihr aktueller Bruder, der sich dem Metal hingibt. Interessant, hätte ich so überhaupt nicht erwartet.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

Monday the 13th.
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