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CD-Rezension / Review / Kritik

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anathema distant satellites

Anathema
„Distant Satellites“
(K Scope/Edel)
„Distant Satellites“ ist mehr als lediglich das zehnte Album von Anathema. Es ist die Verkörperung dessen, was die britischen Ausnahmemusiker um die Gebrüder Cavanagh ausmacht. Eine Sammlung traumähnlicher Songs voller Leidenschaft, reduziert auf das Wesentliche. Bewusst einfach gehalten. Alles, was von den Vocals ablenken würde, wurde weggelassen. Nicht, dass Anathema-Alben in der Vergangenheit vollgestopft gewesen wären, aber „Distant Satellites“ ist im Vergleich fast schon nackt. Pure Schönheit trifft auf Intensität und Dramatik, gekrönt von den eindringlichen Stimmen des Gesangsduos Lee Douglas und Vincent Cavanagh. Die Liebe zur Musik ist in jedem Ton und jedem Wort herauszuhören. Sie spricht direkt aus den Herzen aller Beteiligten. Nimmt man zum Beispiel einen Song wie „Anathema“, wird schnell klar, warum er genau so heißt, wie er heißt. Derart intensiv und besonders, man kann nur erahnen, was er der Band selbst bedeutet. Oder die drei verlorenen Lieder mit dem Titel „The Lost Song“. Aus der Erinnerung und Improvisation heraus entstanden, könnte es keine besseren Opener als Part 1 und 2 geben. Schon jetzt ein Album, das wohl zu den Highlights des Jahres 2014 zählen wird.
Juliane Lüthy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

Tuesday the 7th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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