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CD-Rezension / Review / Kritik

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carla bozulich-boy

Carla Bozulich
„Boy“
(Constellation/Cargo)
Ein Album für bestimmte Stimmungen, womit eigentlich nur gesagt sei, dass man für den teils dissonanten, arrhythmischen und schrägen Sound von Carla Bozulich wahrscheinlich nicht zu jeder Stunde empfänglich sein dürfte. Was eigentlich für alle Werke der Punk-Künstlerin gilt. Dennoch bezeichnet Bozulich „Boy“ als ihr Popalbum. Was aber nur insofern treffend ist, dass es tatsächlich deutlich auszumachende Elemente wie Strophe, Refrain und Brücke in den Songs gibt. Meist aber klingen die zehn Songs, als hätten die frühen Einstürzenden Neubauten gemeinsam mit einer Sängerin versucht, ein Noiserock- oder LoFi-Experiment zu veranstalten. Ein Experiment, das sicherlich gelungen ist, denn auf „Boy“ gibt es endlos viele Soundideen zu entdecken. Jedoch wird der Hörer zugleich meist sehr gefordert und garantiert nicht mit leicht erfassbaren Melodien gelockt. Carla Bozulich hat in den mehr als 25 Jahren ihres künstlerischen Schaffens nichts vom Mut, der Frische und der Kompromisslosigkeit ihre Sounds eingebüßt, wie man auf „Boy“ hört. Das verdient Respekt.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


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