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CD-Rezension / Review / Kritik

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belphegor conjuring the dead

Belphegor
„Conjuring The Dead“
(Nuclear Blast/Warner)
Welch eine bestialisch blasphemische Noblesse, welch ein diabolisch versengendes Prügelfeuerwerk! Das neueste Black Death Metal-Höllenspektakel der ewigen österreichischen Provokateure wurde zwar in Sachen Epik, Bombast und Arrangement-Opulenz massiv reduziert. Doch dafür brillieren Belphegor boshaft triumphal mit unerhört gelungenem Songwriting. Gleich der verheerend wirkungsvoll in die Sinne drängende Opener „Gasmask Terror“ zeigt die Marschroute dieser aktuellen Großhäresie nicht nur rein musikalisch in allerhöchster erzsatanischer Vollendung auf: „Gasmask Terror, we crush the world, Nuklear Sathan, fuck you all!“. Der mit formidabel hexerischer Introduktion nachfolgende Titelsong geht mit einer dermaßen bullig geballerten Gitarrenkanonade einher, dass selbst die allergrößten Kirchendächer der Welt unweigerlich von Abdeckung gefährdet scheinen. Und daran tragen auch die völlig infernalischen Thrash-Einsprengsel nicht wenig Mitschuld, wie der dritte Pestrausch „In Death“ offen aufzeigen kann. Dass Erik Rutan sich für diese gigantische Notenapokalypse als Produzent anheuern ließ, macht nicht nur die Band selbst überglücklich. Denn der überbrachial keulende und gleichzeitig nadelspitz einstechende Gesamtsound, entstanden in den Mana Studios in Florida, könnte wirklich nicht mehr zweckdienlicher sein. Ohne riesengroß orchestrierten Aufwand bricht „Rex Tremendae Majestatis“ hervor, doch Belphegor schaffen es mittels grandioser kompositorischer Raffinesse dennoch, teuflisch monumentale Breitleinwandassoziationen zu generieren. Ultra-originell und grenzenlos spannend geht es weiter bis zum Schluss dieser rundum fabelhaften Veröffentlichung. Auf geht’s, die Hölle wartet schon!
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

Thursday the 22nd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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