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Botb Logo frei 2018DIE BANDS & PROJEKTE 2020


Battle Of The Bands 2020
Die Blätter fallen, die Nebel ziehen auf. Man fragt sich, wann eigentlich genau der Adventskalender an die Wand genagelt werden muss und wie viele Tage das Jahr noch hat und natürlich auch, ob es nicht langsam Zeit für das Battle Of The Bands im Sonic Seducer wäre. Es ist soweit: Wir haben 30 Bands und Projekte ausgewählt, die nun um Eure Gunst buhlen. Im Folgenden findet Ihr einen Überblick, wer 2020 ins Rennen geht.

Agent Ash "Cyber Junkie"
(www.agent-ash.de)
Hinter dem Elektrorockprojekt aus Niederbayern, das sich nach einem Matrix-Agenten benannt hat, steckt Markus Trabold, der als Multiinstrumentalist sämtliche Songs komponiert, textet und singt. Er selbst bezeichnet seine Musik als experimentierfreudige und energiegeladene Mischung aus Experimentalrock, Electro-Industrial und Speed Punk. Mit „Cyber Junkie“ widmet er sich der täglichen Informationsflut und der Sucht nach mehr. Der daraus resultierende Wahnsinn schlägt sich auch musikalisch nieder.

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Bob Mate "Doktorspiele"
(facebook.com/bob.mate.31149)
Bob Mate wurden erst dieses Jahr in Flensburg gegründet. Kennengelernt haben sich die beiden Bandväter Nigel (Gesang und Gitarre) und Steffen (Bass) beim Luftgitarrespielen unterm Tresen. Auch die zwischen Alternative und Rock angesiedelte Musik der Band lädt zu Partyexzessen ein. Erklärtes Ziel der Combo ist es, den horrenden Bierverbrauch im Proberaum gegenfinanzieren zu können. Auch die erotische Komponente des Rock’n’Roll wollen sie nicht vernachlässigen. Das belegt der Wettbewerbsbeitrag „Doktorspiele“.

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Coldun "Grand Sun Ritual"
(facebook.com/coldunmusic)
Von Steffen Thümmel (Ex-Andras, Isenburg) als Soloprojekt ins Leben gerufen, widmen sich Coldun inzwischen in voller Bandbesetzung ihrer eigenen Vision von atmosphärisch-melancholischem Metal, in dem durchaus auch mal ein Saxophon Platz findet. Der jüngste Langspieler der Band aus Chemnitz, „Grand Sun Ritual“, handelt von den ewig aktuellen Fragen der Menschheit nach dem Sinn von Leben und Tod. Wenn Euch die Umsetzung zusagt, stimmt beim BOTB für das Titelstück.

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Corvidae "Die Kammer"
(https://corvidae-band.de)
Sinfonischer Metal trifft Marktsäcke, Davul und Rauschpfeife. Das Septett aus Franken serviert zu druckvollen Klängen, die durch mehrstimmigen Gesang abgerundet werden, Geschichten aus längst vergangenen Tagen, die von Rittern, Räubern und Piraten handeln, von schönen Prinzessinnen und üblen Schurken oder wie im Falle von „Die Kammer“ von finsterer Magie. Wer sich an Otfried Preußlers „Krabat“ erinnert fühlt, liegt sicher nicht falsch. Liegen Euch Rabenvögel? Ihr habt die Wahl.

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Das Kartell "Delightful"
(www.daskartell.bandcamp.com)
Holger Delissen stieß 1988 zur Schwarzen Szene und fühlt sich dort seither heimisch. Der Keyboarder war bereits in mehreren Projekten aktiv. Das Kartell ist nun sein eigenes Ding. Ein Ein-Mann-Projekt, dessen Name aus der Absicht resultiert sich mit anderen Bands musikalisch zu verbünden. Textthemen sind: Verlust, Tierquälerei, Selbstmord, Terror und politische Ereignisse. Musikalisch geht es in Richtung Dark Electro und EBM. Der Song „Delightful“ wurde eigens für das Battle Of The Bands fertiggestellt.

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Different Souls "Confusion"
(www.differentsouls.de)
Joachim „Joe“ Müller (Tasten) und Marei Hauk (Lyrics und Gesang) sind ein Dark-Electro-Duo aus Hamburg und seit 2017 gemeinsam aktiv. In der Hamburger Diskothek „Kir“ beschlossen sie, Musik nicht nur zu konsumieren, sondern auch zu kreieren. Was dabei herauskommt, wenn die beiden (zwar unterschiedlichen aber doch harmonierenden) Seelen und verschiedene musikalische Vorlieben aufeinandertreffen, könnt ihr in Form von „Confusion“ nachhören.

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Dreaming In Spanda "Alam Al-Mithal"
(https://dreaminginspanda.bandcamp.com)
Dreaming in Spanda ist ein Synthwave-Experimentalprojekt, das seit 2017 besteht. Spanda bezeichnet ein Konzept im Hinduismus, das das Pulsieren der Welt bedeutet. Energiewellen, die das Universum durchdringen und alle Aspekte seiner Existenz abdecken. So ist es kein Zufall, dass der Wettbewerbsbeitrag „Alam Al-Mithal“ Elektronikflächen und hypnotische Percussion vereint. Das menschliche Bewusstsein, das im Nichts schlummert, erwacht…

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Egotragik "Blut"
(facebook.com/egotragik)
Es gibt sie noch, die Neue Deutsche Todeskunst. Anfang des Jahres entschlossen sich Andreas Ohle und Sylvia Fürst zur dauerhaften Zusammenarbeit. Musiker und Komponist Ohle betreibt seit 30 Jahren das Projekt Explizit Einsam. Fürst entstammt dem Projekt Todesbund, das sie Mitte 2019 zusammen mit dem finnischen Musiker und Songwriter Marko Hautamäki (Two Witches) gründete. „Blut“ bietet ein gelungenenes Beispiel dafür, wie die beiden das in den 90ern geborene Subgenre weiter am Leben erhalten.

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Eigenraum "Dämonen"
(www.eigenraum-band.de)
Ein industriell-metallischer Mix mit männlichen und weiblichen Wechselvocals? Das hört man nicht alle Tage. „Dämonen“ beweist mit ordentlichem Schwung, wie gut das Konzept aufgeht und wird garantiert den ein oder anderen Fuß in wippende Unruhe versetzen. Ob die Kreaturen der Unterwelt auf den Track und insbesondere die zupackende Performance von Sängerin Tina steil gehen, können wir schlecht nachprüfen. Wohl aber lassen sich die Stimmen auszählen, die Ihr der Band aus dem Ruhrpott geben werdet.

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Ganglion "Ultra-Dekadent"
(facebook.com/Ganglion)
Ganglion ist bereits seit 1997 die kreative Plattform von Thorsten Dahlhaus, der auch in anderen Projekten wie Artificial Voices oder Stahlwerk aktiv war und ist und sich hier auf dem Terrain EBM, Industrial und Dark Wave betätigt. „Ultra-Dekadent“ verbindet verzerrte Vocals und düsteres Tanzfutter mit einem gewissen Augenzwinkern und mausert sich rasch zu einem kleinen Ohrwurm. Testet es aus.

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Grenzlicht "Wüste"
(www.grenzlicht.de)
Roland Syma schwenkt das Grenzlicht schon seit einigen Jahren. Nach Erfahrungen an der E-Gitarre schaffte er sich 1998 einen K-5000 W Synthie von Kawai an. Damit war der Weg hin zu elektronischeren Klängen geebnet – nachzuhören in „Das reicht aus“, das durch sein minimalistisches aber effektvolles und abwechslungsreiches Arrangement überzeugt. Der Track entstammt der neuen Produktion „Wüste“.

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Jamey Rottencorpse And The Rising Dead "The Day I Died"
(facebook.com/JameyRottencorpse)
Bereits seit Halloween 2009 treiben der Bremer Jamey Rottencorpse und seine untoten Kumpane ihr Unwesen zwischen Friedhof und Club. „The Day I Died“ bläst mit horrorpunkender Verve den Staub von den vertrockneten Blumen auf der Fensterbank und entlockt den hinter der Schrankwand verendeten Ratten ein glückliches Lächeln. Schleppt Eure müden Knochen zum Kühlschrank, öffnet ein Bierchen und genießt dreieinhalb Minuten makabren Rock’n’Roll.

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John Leger "Fire This Ground"
Johnny Leger ist ein niederländischer Songwriter, der sich in der Tradition von Chris Connelly (Ministry) oder Lane Staley (Alice In Chains) sieht. Aktuell arbeitet er an einem Dark Country-Album. „Fire This Ground“ ist eher ein akustisches Ambiente-Aquarell. Ein Stück Musik, das dazu einlädt, zuzusehen, wie der Nebel vor dem Wohnzimmerfenster aufsteigt. Sanft, aber auch bedrohlich. Wer weiß schon genau, was da draußen lauert?

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Klageschrift In Ton "Tanz mein kleines Fräulein"
(facebook.com/Klageschrift-in-Ton)
Hervorgegangen aus der Band Vreiraum bestehen Klageschrift in Ton aus dem niedersächsischen Sehnde seit 2015. Programmierte Musikspuren treffen auf akustische und elektrische Gitarren sowie Live-Schlagzeug. Dem Hörensagen nach wird das Ergebnis, auch aufgrund der deutschsprachigen Lyrics, gerne als Philostrialrock bezeichnet. Ihr könnt das Trio mit seinem BOTB-Beitrag „Tanz mein kleines Fräulein“ in Ohrenschein nehmen.

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Mängelexemplar "Alles Lüge"
(facebook.com/Maengelexemplare)
Von 80er Jahre New Wave geprägte Synthesizermusik aus Düsseldorf. Das Duo Lilli B. und Joa H. ist bereits seit 2011 aktiv, hat über die Jahre aber nichts von seiner Frische eingebüßt. Ist es despektierlich, die Songs als Minimalschlager zu bezeichnen? Nicht, wenn man annimmt, dass Schlagern durchschlagender Erfolg beschieden sein kann. „Alles Lüge” ist natürlich kein Lacrimosa-Cover, sondern eine ureigene Schöpfung der beiden schubladenflüchtigen Mängelexemplare.

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Mary’s Asylum "Paranoid"
(facebook.com/marysasylum)
Verzagtheit kann man Mary’s Asylum aus Dresden wirklich nicht vorwerfen. Im August 2020 gegründet schraubt das Quintett, das sich allen musikalischen Spielarten des Goth-Kosmos verbunden fühlt, derzeit am ersten Album. Die Bewerbung zum BOTB wurde ebenfalls nicht versäumt, so dass wir Euch „Paranoid“ ans Herz legen können – eine Nummer, die nicht zuletzt vom Wechselspiel zwischen der Stimme von Sängerin Luise und dem Grunzen von Gitarrist Basti lebt. Mal sehen, wie viele Freunde das gute alte Beauty and the Beast-Konzept finden wird.

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The Minimal Trees "Horror House"
(facebook.com/TheMinimalTrees)
Was sind Minimal Trees? So etwas wie Bonsai-Bäume? Das Trio aus dem Raum Stuttgart, das Bands wie A Flock of Seagulls, Joy Division, Gary Numan oder New Order als Einflüsse nennt, zeigt mit dem nostalgisch umwaberten „Horror House“, dass es für die Band keinen Grund gibt, sich klein zu machen. Im August wurde in Augsburg das erste Album produziert. Wenn Euch der traditionsbewusste Sound des Dreiers gefällt, votiert für die schauerliche Hütte in Neckarnähe.

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MonoSapien "Herz schreit"
(facebook.com/monosapienofficial)
MonoSapien ist das Projekt des Electro-DJs Tom Niebuhr. Zunächst trat er vor allem als Remixer in Erscheinung. Jetzt geht der Friesländer verstärkt als eigenständiger Künstler an den Start. „Durch die Musik kann ich meine inneren Dämonen ans Tageslicht zerren und in etwas Greifbares verwandeln“, sagt Niebuhr, der seit 2019 mit Sängerin Shy zusammenarbeitet. „Herz schreit“ ist eine clubtaugliche Nummer, die mit ihrer kraftvollen Eingängigkeit den ein oder anderen Leser auf ihre Seite ziehen dürfte.

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Monsmeg "Rot"
(facebook.com/Monsmeg)
Kim Hoffmann (Brigade Enzephalon) und Lutz Neustrohm (Neustrohm) verfügen beide über Erfahrungen im Electrobereich, die sich nun im Rahmen des gemeinsamen Tätigkeitsfeldes Monsmeg auszahlen. Während die Vocals dezent an Rammstein erinnern, fordert die Musik unmissverständlich zum Stürmen der Tanzfläche auf. Kompromisslos wie das namensgebende schwere Geschütz Mons Meg, das in Schottland bei Belagerungen zum Einsatz kam, schickt sich „Rot“ an, Spuren zu hinterlassen.

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Plastikstrom "Tanz allein"
(www.plastikstrom.de)
Zunächst ein Sideprojekt der Reutlinger Band Dark Entries, sind Matthias Günzler (Vocals) und Jürgen Schips (Programming und Synthesizer) seit 2001 hauptamtlich als Plastikstrom unterwegs. Beide wurden von Punk, New Wave und der Undergroundmusik der 80/90er geprägt. All diese Einflüsse spiegeln sich in ihren Songs wider. Auch in „Tanz allein“, das man getrost als Hymne für das sozial distanzierte und vom Mund-Nasenschutz verhangene Jahr 2020 verstehen kann, das aber auch durchschimmern lässt, dass das Tragen von weniger sichtbaren Masken keineswegs ein neues Problem ist.

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Rachnon "Drei Worte"
(facebook.com/RACHNON)
Sexlectronicpop? Warum nicht. Rachnon hat Lust auf die Benennung eines neuen Subgenres? Rachnon tauft es. Rachnon ist nach ein bisschen Tourette-Lyrik? Rachnon schreibt sie. Er darf das, denn Rachnon ist eine Kunstfigur. Seine Erlebnisse, sein Blick auf die Dinge und seine Andersartigkeit stehen im Fokus des noch jungen Projekts aus Hannover. Auch „Drei Worte“ zeugt vom Spaß an der Verwendung von Kraftausdrücken, der seine Entsprechung im Spiel mit poppigen Melodien und krachiger Produktion findet.

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Reaktor "Halber Mensch"
(facebook.com/Reaktor17)
Im November 2011 gegründet erweist sich das Herzensprojekt von Mastermind Higgy seit Jahren als Aktivposten des dunkelelektronischen Untergrunds. „Halber Mensch“, der Beitrag zum BOTB 2020, liefert den Soundtrack zum Ausschwitzen von Liebeskummer, zum Einpeitschen oder auspeitschen lassen. Je nach Präferenz. Die energetische Nummer verknüpft treibende Beats, Biss und im Hintergrund schwebende, ätherische Frauenvocals. Mögt ihr schwarze Tanzmusik aus Düsseldorf? Dann votiert für Reaktor.

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Remember Twilight "Selbstmord"
(www.remember-twilight.de)
Mit der EP „Geburt einer Tragödie“ meldet sich die Band, die seit bald zwanzig Jahren Streicher und Metal mit deutschen Texten verknüpft, ein weiteres Mal zurück. Melancholischer denn je, gleichzeitig kompromisslos in der Ablehnung von Schönfärberei und Herdentrieb. „Selbstmord“ balanciert zwischen Angst vor dem Tod und Hoffnung auf Veränderung. Wählt Euren Weg und wählt nicht immer den einfacheren. Mag sein, dass wir den Wind nicht ändern können. Die Segel anders setzen können wir allemal.

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Shivar "Away From Fading"
(facebook.com/ShivarBand)
Dorian Shivar firmiert als Sänger, Gitarrist, Bassist, Keyboarder, Tastenmann, Violinist, Songwriter, Komponist, Produzent und Texter bei Shivar. Der Stuttgarter erschafft gemeinsam mit seinem Drummer Marcel Orgis eine Melange aus Rock, Metal und Goth-Stimmungen, die weder an Wumms noch an emotionalem Überschwang spart. „Away From Fading“ zeigt beispielhaft, wo es für die Stuttgarter hingeht. Stellt Euch HIM als Newcomer 2020 vor, gesegnet mit einer extra Kelle Düsternis. Oder besser noch: Hört rein.

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Spätregen "Tagtraum"
(facebook.com/spaetregen)
Das Trio aus Esslingen fühlt sich Bands wie Dimmu Borgir, Old Man’s Child oder Satyricon verbunden und ist bestrebt, die raue Energie des Black Metal mit deutschen Texten zu verschränken, die der (im vorliegenden Fall rezitierten) Poesie Raum geben, ohne der Musik ihre Schwere und Dramatik zu nehmen. Der Titel „Tagtraum“ klingt freundlicher als die Vertonung und doch lassen Spätregen den Blick zu, der über das Jammertal hinausreicht und einen Schimmer der Hoffnung sichtbar macht.

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Staubtanz "Propaganda"
(facebook.com/Staubtanz)
Das in Chemnitz verortete Duo Staubtanz lockt mit dem vorrangig instrumentalen „Propaganda“ zum Tanz auf dem politischen Vulkan. Oder geht es am Ende um mehr? Um die Selbstdarstellung jedes einzelnen von uns? Svenja Zimmermann und Michael Sonntag sind neben und mit ihrem musikalischen Schaffen auf Kunstfestivals und rund um Ausstellungen aktiv. Die Übergänge zwischen den Formen sind dazu da, überwunden zu werden. Am Ende sind sie nichts als Staub im Angesicht der Geschichte.

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Teraphim "Kalte Tage"
(https://teraphim.bandcamp.com)
Markus Ott war einst Stimme und Texter des Electrowave-Projekts Agora Phobia, das zwischen 1994 und 1996 Musik machte. Teraphim ist sein neues Baby, das melancholische Lyrik und dunkle elektronische Sounds kombiniert. Ein Foto zeigt Ott vor dem Schriftzug „Nicht Schwarz oder Weiß, sondern Graustich“. Wie treffend. Damit ist der winterlich-trübe Anstrich des versonnenen Tracks „Kalte Tage“ gut eingefangen.

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Totentanz strumpfsockig "Totentanz strumpfsockig"
(facebook.com/totentanzstrumpfsockig)
Corona hat viel zerstört. Die Zeit des Stillstands hat aber auch manches geschaffen, etwa das Ensemble Totentanz strumpfsockig aus Esslingen, das den Sensenmann selbst am Bass präsentiert, aber auch einen Irren beim Saitenspiel oder eine Koryphäe auf dem Gebiet der japanischen Flöte, der Shakuhachi, an der Harfe. Ist das nun jenseitig oder abseitig? Todesmutig oder zum Sterben schön? Entscheidet selbst. Wir freuen uns, die allererste Aufnahme dieses vielversprechenden Sextetts im Rahmen des BOTB 2020 vorstellen zu können.

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U-Manoyed "Deep Shit From The Core
(facebook.com/umanoyed)
Introvertierter, düsterer Elektro? Fluffiger Synthpop? Das Projekt aus Nordenham, das vor sieben Jahren durch Luca R, ins Leben gerufen wurde, sitzt nicht nur zwischen verschiedenen Stühlen. Es tanzt zwischen ihnen. Vollkommen tiefenentspannt. Seit Frühjahr 2016 sind Luca und seine in Anonymität verweilenden Mitstreiter deutschlandweit auf der Bühne tätig, unter anderem als Support für Grausame Töchter oder Leæther Strip. „Deep Shit From The Core“ belegt das Geschick der Band, sich einzuschmeicheln, ohne zu gefällig zu wirken.

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Varus "A New Dawn"
(facebook.com/VarusBand)
Epischer Folk Metal aus Bamberg bildet den Abschluss des diesjährigen Wettstreits um die ersten Plätze des Battle Of The Bands. Varus werfen sich mit orchestral geschwellter Brust ins epische Getümmel, lassen die Gitarren singen und ihren Fronter guttural vom Heraufdämmern einer neuen Ära künden: „A New Dawn“ zeugt vom Willen, Metal, der von alten Sagenstoffen inspiriert ist, Akustikinstrumente und geradezu neoklassische Passagen zu vereinen. Das gelingt den Franken ganz veritabel. Eure Stimme wird sie sicher im Kampf beflügeln.

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Christoph Kutzer

Saturday the 5th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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