CD-Rezension / Review / Kritik

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stille volk la peira negra

Stille Volk
„La Pèira Negra“
(Holy Records/Soulfood)
Seit nunmehr 20 Jahren verfolgt die französische Folk-Rock-Band ihren recht individuellen Stil, schreitet dabei konsequent auf eigenen musikalischen Pfaden und schert sich seit ihrer Zusammenkunft in keiner Form um irgendwelche Strömungen: Stille Volk - und das muss man der Pagan-Formation wirklich hoch anrechnen - sind absolute Individualisten, die ganz bei sich selbst angekommen sind. Auch der sechste Silberling steht für hochwertigen Pagan-Folkrock, der diverse Einflüsse (Mittelalter, keltische und okzitanische Elemente) kombiniert. Ein facettenreiches, traditionelles Instrumentarium aus Mandolinen, Sackpfeifen, Nyckelharpa, Arabischer Flöte, Bouzouki, Schalmeien oder Violinen zeigt einmal mehr, welche musikalische Vielfalt Stille Volk an den Tag legen. Des Weiteren ziehen die neun Stücke insbesondere mit ihrem hypnotischen, unterschwellig fast schon bedrohlichen Flair in den Bann. Die Songs leben allesamt von düsterer, atmosphärischer Tiefe, was es nahezu unmöglich macht, sich der okkulten Soundmystik der Franzosen zu entziehen. Komplettiert wird „La Pèira Negra“ durch den einprägsamen Gesang von Frontmann Lafforgue, der sich in die Gehörgänge bohrt und nicht mehr loslässt. So entstanden geheimnisvolle Nummern wie das opulente „L’Eveil Du Spectre“ oder das finstere „La Litanie Du Pétrifié“. Aber auch die Coverversion von Mercyful Fates „Come To The Sabbath” präsentieren Stille Volk in ihrer ganz persönlichen Handschrift; außergewöhnlich - aber gut.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.


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