CD-Rezension / Review / Kritik

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sensory gate civisolation

Sensory Gate
„Civisolation“
(MHz)
Vor rund fünf Jahren veröffentlichten Sensory Gate ihr Debüt „Ianus“, das reichlich positive Kritik einheimste. 2014 melden sich die Italiener Andrea Pozzi und Max Iannuzzelli nun mit „Civisolation“ zurück. Wie der Name des Albums vermuten lässt, thematisieren Sensory Gate hier das Gefühl der Vereinsamung des Einzelnen in der Masse, die Schnelllebigkeit unserer Zeit, Dunkelheit und Isolation. Dementsprechend düster und schwer klingt „Civisolation“. Im Gegensatz zum Debüt ist es aggressiver, elektronischer und mehr Stilelemente aus Rock und Industrial haben Einzug gehalten. „Among The Dead“ ist ein erstes gutes Beispiel für die leichte Stiländerung im musikalischen Schaffen von Sensory Gate. Tanzbar und zugleich rockig präsentiert sich „Domino Effect“. Mit „City Diary“, das durchweg vom Tippen einer Schreibmaschine begleitet wird, ist dagegen ein absoluter Gänsehautsong entstanden. Treibenden Electropop servieren Pozzi und Iannuzzelli mit „Slash“. Das letzte Drittel von „Civisolation“ präsentiert sich dann zurückgenommener, wobei „Out Of Control“ eine kleine düster-rockige Ausnahme bildet. „Invictus“, ein vertontes Gedicht von W.E. Henley, und das aus dem sonntäglichen Gottesdienst bekannte „Kyrie (Prayer For The Lost)“ schließen „Civisolation“ ab und versetzen in die richtige Stimmung, um mal wieder unter Leute zu gehen.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

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