CD-Rezension / Review / Kritik

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Sinistro Sangue Cássia CD Cover

Sinistro „Sangue Cássia“

(Season Of Mist/Soulfood)
Nun denn: Vermitteln wir es über Vergleiche. Qua Nahelegungen. Wer Myrkur, Sylvaine oder auch - grundsätzlich - (female fronted) Funeral Doom zu schätzen weiß, kommt an Sinistro nicht vorbei. Allein schon der Umstand, dass sich die lusitanische Band den einfachen Lösungen konsequent verweigert, mag derlei Assoziationen Glaubwürdigkeit verschaffen. Und wenn schon: Sinistro sind Sinistro, sonst nichts. Ohne Bewusstsein für willentliche Differenz. Und das ist mehr als bloß genug. Allenfalls Shape Of Despair könnten noch in den Sinn kommen, um diese (signifikant gezähmte) Lust am (willentlich in Kauf genommenen) Leid zu relativieren. Ob wir nun ein Problem mit dem Leben oder dem Tod haben, bleibt weiterhin ungeklärt. Doch immerhin: Diese olle Frage, die sich zur karzinogenen Wunde geriert, werfen Sinistro auf. Das Sprühpflaster zum definitiv beantwortenden Schließen muss dennoch erst noch erfunden werden.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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