CD-Rezension / Review / Kritik

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This Morn Omina Kundalini Rising CD Cover

This Morn’ Omina „Kundalini Rising“

(Dependent/Alive)
Eins direkt zu Anfang: „Ayahuasca (Let’s Shift Together)” ist ein absolutes Monstrum von Opener. Dieses fiese Teil schießt wie eine Cobra aus dem Unterholz auf der Jagd nach Beute. Und die wird nicht nur dieser Track im Handumdrehen erlegen, denn das komplette neue Album - das erste seit sechs Jahren - der belgischen Tribal-Noise-Götter von This Morn’ Omina ist, wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten war, ein weiteres Meisterwerk. Auf zwei CDs verteilt, knüpft „Kundalini Rising“ da an, wo „L’Unification Des Forces Opposantes“ 2011 aufgehört hat. Mit einem Novum: es gibt zwei Tracks mit richtigen Vocals; jener besagte Opener auf CD 1 sowie „Kachina Red (End Of The World)“ auf CD 2. Letzterer könnte auch ohne Probleme als alte Underworld-Nummer durchgehen und wird jedes Ritual-Techno-Herz schneller schlagen lassen – ein wirklich göttliches Stück! Die weiteren Tracks grooven sich, wie bei TMO üblich, zwischen Techno, Rhythm’n’Noise, Goa sowie Ambient und Ritual ein - es ist gefühlt unabdingbar, die belgische Combo in Bälde mal wieder live zu sehen! Wer sich auf „Kundalini Rising“ einlässt – was beileibe nicht schwer ist – wird umgehend mitgerissen und erfährt on top vielleicht noch eine spirituelle Offenbarung. Mit dieser Platte scheint alles möglich.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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Thursday the 27th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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