CD-Rezension / Review / Kritik

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Seven Spires Solveig CD Cover

Seven Spires „Solveig“

(Saol/H’Art)
Adrienne Cowan ist Perfektionistin durch und durch. Mit Bravour hat sie ihren Abschluss am Berklee College Of Music in Boston (Massachusetts) bestanden, agierte seitdem in verschiedenen Bands und Projekten. Die hübsche Musikerin singt nicht nur, sondern beherrscht auch das Keyboard, komponiert, arrangiert, dirigiert und und und. Mit ihrer Formation Seven Spires hat Adrienne nun gleichermaßen Berufung und Passion gefunden und präsentiert ein energetisches Debüt, das von einer eindrucksvollen stilistischen Bandbreite lebt und den Facettenreichtum der Songwriterin wunderbar reflektiert. Auf den Titel „Solveig“ getauft, entführt die Symphonic Metal-Combo in einen neo-viktorianischen Düsterkosmos, der von Tristesse, Wut, Sehnsucht und morbider Hingabe gekennzeichnet ist. Dabei vermag es Adrienne durch ihre vielschichtige Stimmlage, diverse Emotionen hervorzurufen; mal verletzlich, unsicher und fragil, dann wieder brachial, heftig und destruktiv bis hin zu hysterisch, theatralisch und fast dem Wahnsinn nahe. Die Kombination aus glasklarem Sopran und extremen Gesangseinlagen - beides beherrscht Adrienne hervorragend - ist eine wirklich spannende Geschichte, die „Solveig“ definitiv aus der Masse hervorstechen lässt. Mächtige Brecher wie „Encounter“, „The Cabaret Of Dreams“, „Stay“ oder „The Paradox“ wirbeln ordentlich den Staub aus den Boxen, aber auch Gefühl und Melancholie kommen nicht zu kurz, wie das tieftraurige, berührende „100 Days“ beweist. Ein souveränes Debüt mit verdammt viel Potenzial!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
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Wednesday the 24th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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