CD-Rezension / Review / Kritik

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Spoil Engine Stormsleeper CD Cover

Spoil Engine „Stormsleeper“

(Arising Empire/Warner)
Im Hause Spoil Engine hat sich seit der Veröffentlichung des letzten Longplayers einiges getan: nicht nur hat man mit Dave De Loco einen neuen Bassisten präsentiert – auch und vor allem am Mikrofon macht sich ein Besetzungswechsel bemerkbar: gegangen ist Sänger Niek Tournois, gekommen ist Sängerin Iris Goessens, die schon auf der 2015er EP zu hören war. Wer nun aber eine Abkehr vom kompromisslosen Metal-Sound hin zu melodischer Emo-Musik erwartet, darf sich positiv überraschen lassen: dem Trend growlender Damen folgend, brüllt die Neue sich dermaßen brachial durch die zehn Songs auf „Stormsleeper“, dass einen die Druckwelle aus den Boxen dezent an die Wand fegt. Cleane Vocals kommen kaum vor, sind höchstens kurze Stilelemente in den überwiegend kompakt (also kürzer als vier Minuten) gehaltenen Songs. Man sollte nicht versuchen, die aktuellen Spoil Engine mit der Ära Niek Tournois zu vergleichen, das wäre beiden Stimmen gegenüber nicht fair. Spoil Engine im Jahre 2017 klingen anders, haben aber immer noch gleich brutale Riffs und Beats wie vorher. Ein schönes Beispiel für moderne, harte Musik.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017.
Friday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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