CD-Rezension / Review / Kritik

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saft norrbacka

Saft
„Norrbacka“
(Progress Productions)
Wer noch Gute-Laune-Musik für den Sommer sucht: hier kommt sie! Aber Vorsicht, der Zuckergehalt dieser neuen Platte des schwedischen Synthpop-Kultacts Saft ist ziemlich hoch, doch – so wie im täglichen Leben auch – genau das ist leider geil. Dass Mastermind Carl Steinmarck in den gut eineinhalb Dekaden, in denen Saft pausierten, Songs für Bands wie Hype, das Seitenprojekt von Elegant Machinery-Sänger Robert Enforsen geschrieben hat, glaubt man angesichts der zehn neuen Synthpop-Perlen auf „Norrbacka“ gerne. Diese werden übrigens komplett auf Schwedisch gesungen, was dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufsetzt. Songs wie der Opener „Om Oss“, „Aldrig som förr“ oder „Inget mer att ge“ sind massive Ohrwürmer, die „Norrbacka“ sicherlich dazu verhelfen werden, mindestens im Heimatland von Saft durch die Decke – und möglicherweise auch in die Charts – zu gehen. Wer eine Allergie gegen schwedische, ultrapoppige Synthmucke hat, der ist hier nicht gut beraten – alle anderen aber auf jeden Fall! Schwedischer geht’s nicht.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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