CD-Rezension / Review / Kritik

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thyx headless

THYX
„Headless”
(Metropolis Records/Soulfood)
Cover und Albumtitel verraten, was die Aufmerksamen unter uns längst wussten: Das Gros der Leute um uns herum läuft zumeist ziemlich kopflos umher. Stefan Poiss weiß dagegen ganz genau, was er tut: mit seinem zweigleisigen Erfolgsmodell mind.in.a.box / THYX feuert er in längst nicht mehr ganz so großen Abständen tiefschürfende Synthie-Salven auf unsere Synapsen ab. Dabei geriert sich sein einstiges Nebenprojekt inzwischen nicht nur eingängiger, sondern dank Gesang und dem Einsatz von Gitarren auch weitaus organischer. Wo einst mitunter entrückte Sequenzen flirrend umher schwurbelten, kann man auf dem vierten Album „Headless“ vereinzelt fast von vertrauten Mustern sprechen, die Brücken zu anderen elektronisch agierenden Acts bauen und nicht mehr einreißen. Das treibt THYX endgültig raus aus dem Versuchslabor und macht den einst kleinen Bruder zum mindestens ebenbürtigen Familienmitglied, das seinen Platz in der Musikwelt nicht nur gefunden hat, sondern mit „Headless“ auch selbstbewusst behauptet. Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.

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