CD-Rezension / Review / Kritik

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spark spektrum


Spark!
„Spektrum”
(Progress Productions/Broken Silence)
Was macht man bloß, wenn der angestammte Sänger die Band Knall auf Fall verlässt, man aber bereits einige instrumentale Braten in der Röhre hat?! Na, einfach bei ein paar guten Kumpels durchklingeln und um kurzfristigen Ersatz bitten. So oder so ähnlich könnte sich die Genese des vierten Spark!-Albums abgespielt haben. Denn nach dem Ausstieg seines langjährigen Fronters Stefan Brorsson hat Bandgründer Mattias Ziessow gleich elffachen Ersatz angefordert und damit das „Spektrum“ seiner EBM-Kompositionen überdimensional erweitert. Der Staffelstab in Form eines Mikrofonständers wird von Spetsnaz über Leæther Strip an Pouppée Fabrikk und von dort weiter südlich zur Patenbrigade: Wolff, NordarR und Blitzmaschine gereicht, um hier nur gut die Hälfte der Bodymusic-Allstars aufzuführen. Mit ihren höchst unterschiedlichen Stimmen und Interpretationen machen sie „Spektrum“ kurzerhand zum wohl abwechslungsreichsten EBM-Album aller Zeiten. Für ein Genre, dem gerne mal Eindimensionalität und Monotonie angedichtet wird, die wahrscheinlich effektivste Werbung ever, ever, ever!
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

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