CD-Rezension / Review / Kritik

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shiv-r wax wings will burn

Shiv-r
„Wax Wings Will Burn“
(Infacted/Soulfood)
Das Industrial-Duo Shiv-r hatte schon immer seinen ganz eignen Sound und Stil. Beide Komponenten perfektionieren Pete Crane und Ben Bulig auf ihrem dritten Album „Wax Wings Will Burn“, das von vorne bis hinten überzeugt. Mit dem Opener „Asylum“ entführen der gebürtige Australier Crane und Bulig, der schon seit einiger Zeit in Bangkok lebt, ihre Hörer in die allertiefsten menschlichen Abgründe und lassen dabei immer mal wieder Platz für eine kleine musikalische Detonation. Beim Folgetrack „Monster“ erwartet man eigentlich ein richtiges Industrial-Gewitter. Kriegt man aber nicht, denn der Titel bleibt für Shiv-r’sche Verhältnisse dann doch noch recht brav. Aber Shiv-r wären nicht Shiv-r, hätten sie nicht einen Ruf in der Szene zu verteidigen. Und so gibt es mit „Eye Of The Needle“ dann wirklich voll auf die Zwölf. Aber auch „Territory“ kann was. In diesem Song wirft Sänger Pete einen argwöhnischen Blick auf die Themen Liebe und Beziehung und kann sich den ein oder anderen zynischen Kommentar nicht verkneifen. In guter alter Shiv-r-Manier präsentieren sich „Wolves“ und „Chemical“, denn hier erzeugen straffe Beats ein hohes Maß an Tanzbarkeit. Einen kleinen Ruhepunkt bildet das balladige „Blood Rose (Transfused)“, mit dem sich „Wax Wings Will Burn“ dann auch fast schon seinem Ende zuneigt. Dieses Ende markiert „Lifelike“, mit dem Shiv-r ihren Hörern die letzte Schüppe Gruselstimmung mit auf den Heimweg geben.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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