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CD-Rezension / Review / Kritik

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tri state light the khaos within

Tri-State
„Light The Khaos Within“
(Eigenproduktion/EAR Records)
Vor knapp 13 Jahren, als das erste und einzige weitere Album erschien, waren die Thüringer zu spät dran. Dark Electro fand nicht mehr wirklich statt. Die Ikonen hatten sich zurückgezogen, Pop und Trance auf der einen Seite, stumpfe Brachialität und Minimalismus auf der anderen suchten die Electro-Szene dafür heim. Mastermind Krebl und seine damalige Formation hatten zwar neue Wege gesucht, mit gebrochenen Rhythmen und unkonventionellen Ideen, doch es blieb beim Achtungserfolg im kleinen Rahmen. Heute ist die Lage etwas anders, wenn auch nicht viel besser. Diverse Acts aus Schweden, Amerika oder Deutschland geben zumindest Hoffnung auf ein Leben nach Puppy Assembly & The Fixer. Tri-State auch, die mit „Light The Chaos Within“ einen kleinen Schritt zurück machen und etwa dort beginnen, wo yelworC, Placebo Effect oder auch Project Pitchfork um das Jahr 1995 das Handtuch warfen oder die Richtung änderten. Typische Genrezutaten wie gurgelnde Vocals, Flächensounds und Samples aus bekannten Filmen bilden die Basis, Spezielleres wie orientalische Gesänge im Ofra-Haza-Stil, natürlich klingendes Schlagzeug und eine symphonische Note kommen dazu. Da das Trio aus diesem Muster nicht ausbricht und kaum mal die 100 BPM-Marke überschreitet, wird das 78-Minuten-Werk im letzten Drittel unter Umständen etwas schwerfällig. Dennoch: Großes Finstertainment für Genrefreunde!
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Sunday the 15th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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