CD-Rezension / Review / Kritik

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quintessence mystica duality

Quintessence Mystica
„Duality“
(Schwarzdorn Production/Soulfood)
Auch auf seinem zweiten Album will das Black Metal-Duo über den Tellerrand des Menschenverständnisses schauen. Allerdings dürfte ihre Mischung aus aggressivem Gesang, dunklen Lyrics, symphonischen Instrumenten und hämmernden Drums eher etwas für Kenner der ukrainischen Szene sein. Doch auch wer allgemein ein Ohr für mystischen Schwarzmetall hat, darf ruhig mal eins für „Duality“ riskieren. Bereits im gerade einmal 38 Sekunden langen „Prelude“ baut sich eine düstere Stimmung auf, die sich ohne jegliche Erschütterung durch die gesamte Platte zieht. Während es bei den meisten Tracks direkt und unverblümt ans Werk geht, baut sich „Equations Of Daemonic Revelations“ zunächst durch ein mystisches Orgelspiel auf, bevor Leadsänger Dromos Aniliagos voll loslegt und einen erbitterten Kampf zwischen Vocals und Instrumenten austrägt. Auch in „The Infinite Dance Of Numbers“ und „The Sparks Of The Glorious Fire“ ist diese Fehde zu beobachten. Im Gegensatz dazu wirkt „Destruction Of The Galaxies“ mit langsameren Riffs und gequält klingendem Gegröle geradezu erholend, was allerdings nicht einmal drei Minuten anhält, bevor es mit „Creep & Damage“ wieder in die Vollen geht. Entspannung findet man erst wieder bei „Breathing Of Saturn Rings“. Hier kommt das kleine Orchester, das dem Duo für die Aufnahmen zur Verfügung standen, noch einmal zum Einsatz und lässt den Hörer mit einem flauen Gefühl im Magen zurück, das aber durchaus beabsichtigt sein dürfte.
Michelle Nehlsen

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

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