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CD-Rezension / Review / Kritik

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pre verse obstacles

Pre/Verse
„Obstacles”
(Nyx Records/Alive)
Was für ein Einstieg ins Musikbusiness! Das Ruhrpott-Quintett legt mit „Obstacles“ ein derart überzeugendes, in der Tat begeisterndes Werk vor, dass das Ohr nicht glauben will, was das Auge liest: Es soll sich um ein Debütalbum handeln? Die dargebotenen Songs wandeln gekonnt auf überaus individuellen Pfaden zwischen den Genres Electro, Rock, Pop, Gothic und Industrial: Straighte, treibende Beats, hymnische Keyboardflächen, kantig tuckernde Sequenzen, effektstarrende Intros, schwere Pianoakkorde und heftige Gitarreneinwürfe gehören zu den Komponenten der geschmeidig gestalteten Arrangementstrukturen. Inmitten dieser genialisch abgemixten Geflechte tobt sich Sänger Kai Schwenkler aus; er zieht alle Register zwischen dunklem Raunen, lässigem Hauchen und sich weit nach oben schraubenden melodischen Linien, die Eleganz, Eingängigkeit und Emotionalität mühelos miteinander verbinden. In „No Faith In My God“ herrscht dramatische Dichte, die ein klimperndes Horrorfilm-Thema umhüllt; „Goddess Of Seduction“ punktet mit einem Schuss Glam-Rock-Feeling, „Black Tender“ weist unverhohlen Riesenhit-Charakter auf, „Truth Hurts“ spielt mit Elementen grandioser Theatralik – nun, man könnte hier jeden Song vorstellen; man könnte aber auch schlicht rufen: Holt Euch dieses CD-Schätzchen – und nicht ausm Netz klauen!
Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

Saturday the 22nd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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