CD-Rezension / Review / Kritik

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Rise Of Avernus Eigengrau CD Cover

Rise Of Avernus „Eigengrau“

(Code666/SPV)
Die australischen Düstervisionäre zelebrieren auf ihrem zweiten Album in gekonnt progressiver und niederdrückend gotischer Manier symphonisch aufgewerteten Death Doom Metal. Die orchestralen Elemente werden versiert in den Vordergrund gebracht, was den austarierten Stil von Rise Of Avernus ungemein reizvoll erblühen lassen kann. Überhaupt spielen auf „Eigengrau“ alle Instrumente, und seien es in den opulentesten Songmomenten jeweilig auch noch so viele, genau die ihnen zugedachte Rolle mit individueller Ausdrucksstärke. So ein hoher Klassikfaktor ist nun nicht so selten in diesem Metier, aber so üppig, weit ausladend, authentisch und nicht selten sogar auch gewaltig erklingt es eher selten. Letzteres gilt auch für das abgründige, verschlingende Growl-Organ von Gitarrist Ben van Vollenhoven. Das Klangbild des Drehers ist eine Steilvorlage für Audiophile, so sollte man die grandios vielfältig und einfallsreich arrangierten Kompositionen primär auf einer leistungsstarken HiFi-Anlage genießen. Der Titel „Eigengrau“ ist also täuschend, denn hiermit wird ein musikalisches Feuerwerk ins Firmament des Hörerbewusstseins geschossen. Bewundernswert, wie die ihr Ding durchziehen und sich dabei immer mehr selbst entdecken.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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Wednesday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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