CD-Rezension / Review / Kritik

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Righteous Vendetta Cursed CD Cover

Righteous Vendetta „Cursed”

(Century Media/Sony)
„Keine halben Sachen machen” wird auf dem Zettel mit guten Vorsätzen der Mitglieder von Righteous Vendetta gestanden haben, denn was auf „Cursed” passiert, lässt nicht viel Raum für Kompromisse: was oberflächlich betrachtet wahrscheinlich als MetalCore durchgehen würde, steht mit der Masse an Samples und dem elektronisch klingenden Schlagzeug schon mit einem Fuß im Industrial-Feld. Die Band verlässt sich aber weiterhin auf den für MetalCore typischen Kontrast zwischen Gesang und Geschrei, hat dazu noch ein echt gutes Händchen für feine Melodien und rockt in den harten Passagen ähnlich gut durch wie etwa ihre Kollegen von Dope. Dass die Texte nicht alle nobelpreisverdächtig sind, lässt man Righteous Vendetta noch einmal durchgehen, weil alles andere passt – normalerweise wäre ein Titel wie „War Is Killing Us All” ein Fall für Captain Obvious.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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